Jugend- und Junioren-Ländervergleichskampf 2016 am 17./18. September 2016 im Eisenberger Mühltal


Thüringen im Aufwind - von Matias Mieth











Der Jugend- und Juniorenländervergleichskampf ist der unumstrittene Jahreshöhepunkt der deutschen Nachwuchsarbeit im Orientierungslauf. Ein Lang-OL und eine Dreier-Staffel entscheiden an zwei Tagen darüber, welchem Bundesland die OL-Zukunft gehört.

Seit 2008 hatten Sachsen und Bayern alle Pokalwertungen gewonnen. Auch diesmal hatte Sachsen die Nase vorn, gefolgt von Bayern, hinter denen sich Niedersachsen den dritten Platz in der Gesamtwertung des JLVK sicherte. Hinter Sachsen und Bayern hatte in der Jugendwertung Niedersachsen, bei den Junioren Thüringen den dritten Platz belegt. In der Gesamtwertung konnte Thüringen mit Platz vier ebenfalls einen deutlichen Aufwärtstrend nachweisen. Besonders reiche Punktausbeute fuhren dabei die Jenaerin Johanna Strobel als Dritte in der D 16 sowie die Viertplatzierten Leonore Winkler (USV Jena / D 20), Veit Slodowski (USV Jena / H 18) und Joris Hochstetter (USV Jena / Herren 20) ein. Über die viertplatzierte Juniorenstaffel mit dem Erfurter Daniel Leese und den Jenaern Paul Pasda und Joris Hochstetter gab es einen schönen Beitrag im MDR-Thüringenjournal

Das würde alles nicht funktionieren ohne Trainer mit Herzblut und ein bisschen Lokalpatriotismus. Danke deshalb stellvertretend an Sabine Wagner, Yves Laske und Kirsten Röhrich.

Die sächsische Dominanz hatte sich bereits bei den Einzelläufen am Samstag angedeutet: Die Sachsen gewannen sieben von zehn möglichen Wertungen. Bei den Staffelwettbewerben gewannen die Sachsen dann sieben von neun Konkurrenzen  lediglich die niedersächsische D-18-Staffel und die bayrische H-16-Staffeln konnten beweisen, dass auch sächsische Teams schlagbar sind. Drei Wochen Jugend-Trainingslager pro Jahr in Sachsen belegen zugleich: auch diese Erfolge fallen alles andere vom Himmel.

Von Langeweile war unter den 500 Startern im Eisenberger Mühltal trotzdem nichts zu spüren. Karten und Bahnen fanden durchweg Anerkennung, auch wenn - trotz reglementgerechter Siegerzeiten - ungeübte Läufer recht lange im Wald kämpfen mussten.

Das gesamtthüringer Orga-Team um Steffen Lösch hatte nicht nur für ein geschmackvolles Catering, sondern auch für eine anspruchsvolle abendliche Akrobatikshow vom Jenaer Zirkus Malino sowie eine gut mit jungen Orientierungsläufern gefüllte Tanzfläche samt undogmatischer Polonaise gesorgt. So waren Zieleinlauf und Siegerehrung am Sonntag schon traditionsgemäß geprägt vom leicht selbstironisch überzeichneten Feiern der eigenen Heldentaten ...